flying pages

Dezember 2016
Landesarbeitsgericht Hamm
Fortsetzung der STILLEN WELTEN
Großformatige Laserdrucke auf Papier und Digitaldrucke auf Leinwand

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»morphogenesen« in Paris

Oktober 2013
Fondation de lʻAllemagne Maison Heinrich Heine, Paris
In den Kompositionen von Ina Jenzelewski verschmelzen wertlose Dinge des Alltags sorgfältig arrangiert und inszeniert zu stillen Welten. Strukturen, Formen, Verfallsspuren … Es ist die schlichte Ästhetik ausgedienter Massenartikel, die die Künstlerin zu ihren eigenwilligen Arbeiten inspiriert. Was andere wegwerfen, stellt Ina Jenzelewski – digitalisiert oder als Materialbild – in einen neuen Kontext; dabei entstehen Formen, die den Betrachter anregen, sich ungewohnten, neuen Sichtweisen zu öffnen.

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»transformieren« – Ina Jenzelewski und Ruth Lahrmann im Kunstbalkon Kassel

Juni/Juli 2014
Als Fortsetzung des Austauschprogramms mit dem Hammer Künstlerbund hatte Ruth Lahrmann (Kunstbalkon) Ina Jenzelewski eingeladen, gemeinsam mit ihr, in der Quiddestraße 3, in Kassel auszustellen.

Dinge des Alltags

Aus zum Teil benutzten Gegenständen des Alltags fertigt Ina Jenzelewski fragile, durchscheinende Collagen mit eigener Ästhetik. Scheinbar Wertloses wird in den Collagen in den Fokus gerückt mit der Intention, den Blick zu schärfen und zur bewußten Auseinandersetzung mit der nächsten Umgebung anzuregen. In einer weiteren Serie von Arbeiten scannt Ina Jenzeleweski die Gegenstände des täglichen Gebrauchs ein, bearbeitet die Bilder digital und erweitert damit die Wahrnehmung des Betrachters auf die

Ruth Lahrmann zeigte neue Rostdrucke auf farbigen transluzenten Folien und eine Auswahl von Skulpturen, die mit den Rostdrucken in direkter Beziehung stehen. Für ihre Arbeiten aus der Serie „Pour le Mérite“ hatte sie Hunderte von Teilen aus Stahlblech ausgeschnitten, für den Druck der Bilder verwendet und anschließend zu Skulpturen verarbeitet. Während Ina Jenzelewski Dinge des Alltags als Grundlage zur Gestaltung ihrer Papierarbeiten und Computergrafiken verwendet, transformiert Ruth Lahrmann die Grundform des Verdienstordens „Pour le Mérite“ zu ihren Rostdrucken und Skulpturen.

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2014 Kunstbalkon 1

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Vernissage

Vernissage

Stille Welten

Es gibt Bilder, in denen wird Stille zur Dimension.
So wie in den Bildern von Ina Jenzelewski; großformatige Kompositionen, in denen Geistesblitze sorgfältig arrangiert und inszeniert zu stillen Welten verschmelzen. Da brauen sich geradezu barocke Formen an imaginären Himmeln zusammen, farblich Ton in Ton oder auch komplementär. Schwebende Objekte, genannt „Flying Pages”, die an Faltenwürfe in Deckengemälden erinnern. Im Angesicht dieser Szenarien hält man fast unweigerlich inne und still. Oder schmunzelt, wenn seltsame Insekten aufsteigen, um einen diffusen Leergekratzterfleischsalattopfhimmel zu erobern.

Kleines ganz groß und Großes ganz klein

Strukturen, Formen, Verfallsspuren … Es sind oft nur unscheinbare Dinge, die der Künstlerin vor die Augen oder auch Füße gekommen sind und sie zu den eigenwilligen Arbeiten inspiriert haben. Was andere übersehen, setzt Ina Jenzelewski mit digitalen Techniken in einen neuen Kontext und öffnet dem Betrachter ungewöhnliche Perspektiven. Eindrucksvoll in Szene gesetzte „Realteilchen” formieren sich im Reich der Pixel zu elfenhaften Arabesken oder titanartigen Gestalten, die fragmentarisch an anatomische Zeichnungen erinnern. Assoziationen tauchen auf und Neugierde wird geweckt. Was sich in dem Gewirr der Schichten verbirgt, offenbart sich oft nur bei genauer Betrachtung. Mais, Rotkohl, Kohlrabi oder Schubkarre. Neu interpretiert hat sich auf den Leinwänden ausgebreitet, was uns mit anderen Augen sehen lässt.

Digitale „Reanimationen”

Sicher könnte Ina Jenzelewski ihre Visionen auch malerisch zu Papier oder Leinwand bringen. Aber das wäre für sie nicht die ganze Wahrheit und nur eine ungenaue Kopie. Der Künstlerin ist es wichtig, die Realität so authentisch wie möglich und unverfälscht abzubilden, mit allen noch so winzigen Details. Im Zeitalter der Digitalisierung verändert die Künstlerin quasi den Aggregatzustand” ihrer Bildideen, um sie neu animiert auf der Leinwand zu re-manifestieren. Ein Ansatz, bei dem die Kunst darin liegt, in all den Schichten, Verflechtungen und Verzerrungen die Essenz des Ursprünglichen zu bewahren.